|
Literaturhaus Allgäu - eine
Stätte der Kultur und Begegnung für Immenstadt und das ganze
Allgäu |






|
 |
|
"Ein verkanntes
Schmuckkästlein der barocken Residenzstadt Immenstadt", nannte
Dr. Thomas Goppel
die ehemalige gräfliche Reitschule im historischen Stadtkern. "Es ist
vorbildlich, wie hier das historische Erbe bewahrt wurde. Einem
Gebäude, das seinen historisch zugedachten Zweck längst verloren
hat, wurde ein neuer Geist, ein neues Leben eingehaucht. Gerade
für Immenstadt mit seinen gut 14 000 Einwohnern, war dieses
anspruchsvolle Vorhaben eine gewaltige Herausforderung", betonte
Dr. Goppel und zollte in seiner Eröffnungsrede allen
Beteiligten, besonders aber
|
|
|
Und er erinnert sich noch genau,
denn es war sein dritter Tag nach der Ernennung zum
Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
als er einen Anruf vom Immenstadt damals amtierenden
Bürgermeister Gerd Bischoff bekam, der ihn - unangemeldet -
sprechen wollte. Kurz darauf saß Bischoff mit Architekt und
Denkmalschützer mit Goppel am Tisch in seinem Privathaus und
erläuterte ihm seine Pläne, die zunächst von der Fachabteilung
des Ministeriums mit einem "kommt gar nicht in Frage" abgetan
wurden. Dr. Goppel ließ keinen Zweifel daran, dass es nur dem
Engagement von Gerd Bischoff zu verdanken sei, dass dieses
Denkmal mit Fördermitteln erhalten wurde. Denn, so war das bei
Bischoff: "Entweder er bekam Recht, oder er ging nicht."
In Bayern gebe es zudem ein hohes Maß an Traditionsbewusstsein
sowie ein großes Bedürfnis, das kulturelle Erbe zu erhalten, zu
gestalten und weiterzuentwickeln. Es sei ein erklärtes Ziel der
Bayerischen Staatsregierung, attraktive kulturelle Angebote
nicht nur auf die Zentren zu beschränken, sondern in alles
Landesteilen zu fördern. "Investitionen in die Kultur sind kein
überflüssiger Luxus! In einer Zeit, die fast nur noch in
materiellen Kategorien denkt, sind sie wichtiger den je"
betonte
Dr. Goppel. Aber "es muss einen solch begeisterten Bürgermeister
oder Verantwortlichen geben, damit die Denkmalpflege glückt.
Gerne hat der Freistaat dieses Projekt unterstützt!" |
|
 |
|
Immenstadt wieder das Gesicht der
ehemaligen Residenzstadt zurückzugeben, sei ihm eine
Herzens-angelegenheit gewesen, so Altbürgermeister Gerd
Bischoff. Beim Literaturhaus sei es gelungen, ein historisches
Gebäude kurz vor dessen endgültigen Zerfall zu erhalten. Er
dankte dem Stadtrat, denn angesichts der Kostenentwicklung bei
der Sanierung und Kritik aus der Bevölkerung war es nicht immer
leicht, zum Literaturhaus zu stehen. "Mit der Sanierung des
Gebäudes und seines Umfeldes ist eine schwerwiegende
städtebauliche Wunde im Altstadtkern geschlossen worden. |
|
|
Gleichzeitig ist die
jahrzehntelange Odyssee der Stadtbücherei beendet.
Die hohe staatliche Förderung ist
außergewöhnlich und verdient Anerkennung. Die ehemalige gräfliche
Reitschule steht nun nicht mehr wenigen Privilegierten, sondern
allen Bürger offen. Ich hoffe, dass die letzten Zweifler
überzeugt werden konnten und wünsche mir nun, dass die Bürger
Besitz ergreifen von diesem Juwel." |
|
|
6./7.Juni 08 |
Eröffnung Literaturhaus
Allgäu durch Kunstminister Dr. Goppel <i> Tag der Offenen Tür |
|
|
2006
-
Juni 2008 |
Sanierung und
Umbau zum "Literaturhaus Allgäu" - Kosten 3,7 Mio €
Wegen der Bedeutung für Kultur und Stadt erfolgt eine Förderung
in Höhe von insg. 2,4 Mio €
durch den Freistaat Bayern, das Bayer. Staatsministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kunst,
das Bayerische Staatsministerium
des Inneren (Städtebauförderung), die Bayer. Landesstiftung, den
Bezirk Schwaben den Landkreis Oberallgäu und die Sparkasse Allgäu. |
|
2005 |
Rückkauf des stark
sanierungsbedürftigen Gebäudes durch die Stadt
Immenstadt |
|
1990 |
Ankauf des Gebäudes mit Umfeld und
Weiterveräußerung an einen privaten Investor |
|
ab
1895 |
Eigentum der Familie Kaiser
(Kaiserbrauerei) |
|
ab
1851 |
Nutzung als Mälzerei |
|
1806/07 |
Ankauf des gesamten Areals
samt Reitschule durch den Brauer Franz Anton Höß |
|
1805 |
in bayerischem Staatsbesitz |
|
1804 |
in österreichischem Staatsbesitz |
|
Anfang
19.Jh |
Nutzung für Theateraufführungen
durch die Immenstädter Schauspielergesellschaft |
|
1774 |
Der Landkomtur des Deutschen
Ordens, Christian Moritz zu Königsegg-Rothenfels, baute das
Brauereigebäude zur Reitschule um. In den Gewölbekellern
wurde weiterhin Bier gelagert. |
|
1765 |
Fest steht, dass es 1765 dort
brannte. |
|
? |
Wann genau das Gebäude als
Brauhaus der Grafen Königsegg-Rothenfels errichtet wurde, ist
nicht bekannt - gräfliches Schankhaus 1666 erstmals in den Akten
- Allgäuer Anzeigeblatt, 10.09.08
>P |
|
|
|
Literaturhaus Allgäu
-
Bräuhausstr.10 - 87509 IMMENSTADT/Allgäu -
Tel.08323/7586
- weitere info
>> |
 |
|
vergrößern
/ Weiterleitung - bitte auf die Vorschaubilder klicken |