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Dauerausstellung |
Graphik im 20.Jahrhundert
- Sammlung Hugo J.
Tauscher
(†
Dez.08) |
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Mit seiner Frühlingsausstellung würdigt das Kunsthaus
Villa Jauss zwei
Persönlichkeiten, welche die Kunst im Allgäu von 1945 bis heute immer wieder engagiert
gefördert haben. Der Kemptner Arzt Dr. Wilhelm Maul
(1901-1973) sammelte Kunst
aus Leidenschaft. Seine Sammlung mit ca. 1500 überwiegend graphischen Werken, wird heute bewahrt von seiner Tochter
Maria Farkas, selbst Künstlerin,
die auch das von Dr. Maul gegründete Kemptner Kunstkabinett weiter betreibt.
Ausgestellt sind Werke von Künstlern, die die künstlerische Landschaft im
Allgäu der
Nachkriegszeit geprägt haben, u.a. Maximilian Rueß, Hermann Raddatz, Walter Jakob, Michael
Pascevitius, Georg Tyrkowski, Hans Erwin Steinbach, Hans Dietmann
Werke von Maria Farkas
transparent wirkende Stillleben mit großer Leuchtkraft und Leichtigkeit
(im Dachgeschoss) |
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Vernissage
Freitag,
1. April 2011/19h
Begrüßung Irmela Fischer von der Initiative Villa Jauss
Musik
Verena Hofmann (Gitarre)
Einführung
Maria Farkas zur Sammlung
Dr. Maul und Dr. Erich Farkas zur Malerei seiner Frau
'Gegensätze prägen diese
Doppelausstellung - Schönheit ist das Bindeglied' - Klaus Schmidt
>P |
oben: Ehepaar Farkas
vor Portrait Dr. Maul
re: Maria Farkas mit Wilhelm Geierstanger
Werke: Egon Buddatsch |
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Künstlerisches Arbeiten in der Nachkriegszeit glich einem zögerlichen
Frühlingserwachen :
Aufbruchsstimmung nach so vielen Jahren der Beschränkung
künstlerischer Freiheit, aber auch das Vergangene in irgendeiner Art und Weise
verarbeiten wollen, wieder anknüpfen an die Zeit vor 1933 und eine eigene und
neue Bild- und Formensprache entwickeln, mit spärlichsten Mitteln und gebremst
durch die Mühe, das Nötigste zum Leben und dazu Farben, Papier und
Leinwand zu besorgen.
Die
Situation im Allgäu war besonders brisant : auf einen Stamm gut etablierter
ansässiger Künstler, die als Kunsterzieher oder freie
Maler tätig waren, trafen mittellose, heimatvertriebene Künstler und solche, deren
Werke im 3. Reich unerwünscht oder gar als 'entartet' eingestuft worden waren.
So fanden sich im Allgäu Künstler aus halb Europa, die hier einen Neubeginn
suchten. Die Diskussionen im 1946 gegründeten Berufsverband Bildender Künstler
im Allgäu waren kontrovers, das Interesse an Ausstellungsmöglichkeiten riesig,
Bilderankäufe selten, das Überleben als Künstler schwierig. In
dieser Situation erschien die Sammelleidenschaft des Dr. Wilhelm Maul wie
ein Silberstreif am Horizont. Er nahm persönlich Kontakt zu vielen Künstlern
auf, besuchte sie in ihren notdürftigen Werkstätten, freundete sich an und half
durch seine Ankäufe zu überleben und ihre Werke zu bewahren. Seiner Weitsicht
ist es zu verdanken, dass wir heute dieses 'Frühlingserwachen' nachvollziehen können.
Bereits
mit 13 Jahren hatte Dr. Wilhelm Maul angefangen Kunst zu sammeln. Diese
Leidenschaft ließ in nie mehr los. Er sammelte, was ihm in einem tieferen Sinn
schön erschien. Maria Farkas beschreibt ihren Vater als "einen Mann von hoher
Bildung, der sich sein ganzes Leben lang mit allen geistigen Strömungen
auseinandergesetzt hat... Seine Leidenschaft für die Kunst war ein Ausdruck
seiner Leidenschaft für den Menschen. Mit gleicher Zuneigung war er Arzt,
Künstlerfreund, Sammler." |


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oben: 'Kriegselend' von
Michael Pascevitius
re: Thomas Dietmann mit Frau und Werken des Vaters, Hans Dietmann |
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>> Maria Farkas hat als Tochter diesen Sinn für Schönheit bewahrt und eine
eigene Bildsprache gefunden. In ihren Werken sind die
Leichtigkeit und das Licht des Frühlings sichtbar. Es sind vor allem Stillleben
in sehr feiner, lasierender Maltechnik mit Gegenständen im Spiel von Licht und
Schatten - transparent und wie von innen erleuchtet.
Maria Farkas schafft klar abgegrenzte Formen in einer harmonischen
Gesamtkomposition, so wie wir Individuen und zugleich Teile einer Gemeinschaft sind.
Die
Künstlerin genoss an der Akademie der Bildenden Künste in München als Schülerin
von Franz Nagel eine fundierte Ausbildung, war viele Jahre Lehrerin in Kempten
und widmet sich seit über 20 Jahren dem eigenen künstlerischen Schaffen. Darüber
hinaus hat sie das Erbe ihres Vaters angetreten und u.a. mit ihren
Themenausstellungen im
>>
Kemptener Kunstkabinett eine spannende Verknüpfung gefunden für die
Werke der Sammlung Dr. Maul mit denen zeitgenössischer Künstler im Allgäu. |
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re: Werke von
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H.E.S.
li: Steinbach-Tochter
Hinrika Lex mit T.Dietmann
und W. Geierstanger |
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rechts
außen : Arbeiten des in Oberstdorf lebenden
>T
Egon Buddatsch |
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Presse zur Ausstellung
/ weitere Info |
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"Von
Flüchtlingen und Hoffnungsboten" Rundgang mit Klaus Schmidt, Allg. Anzeigeblatt
7.4.11
'Gegensätze
prägen diese Doppelausstellung - Schönheit ist das Bindeglied' ...
"Bilder tragen den gleichen Titel, sind vom
selben Künstler und könnten doch kaum unterschiedlicher sein. Michael
Pascevitius zeigt den 'Geiger' einmal so, wie man ihn aus dem
Konzertsaal kennt...und als einbeinigen Krüppel mit Krücken ...." |
>P |
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Doppel-Ausstellung in der Villa Jauss "Das Schöne
und das Elend" Allgäu-Kultur 6.4.11 |
>P |
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Führungen
werden auf Nachfrage
angeboten -
weitere
Info zu
Ausstellungen/Veranstaltungen auch unter
www.villa-jauss.de |
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Info |
Villa Jauss
Fuggerstr.7
Oberstdorf / Ausstellung bis 01.05.11 / geöffnet Do - So 15 - 18 h |
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Öffnungszeiten Do bis So
von 15 bis 18 Uhr -
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